East-Enduro-Challenge
Die 8. East-Enduro-Challenge 2001

Am 07./08. fand im Sonneberger Unterland die East-Enduro-Challenge,
die Herausforderung, statt. Start und Ziel war wie im vergangenen Jahr das Gewerbegebiet in Neuhaus-Schierschnitz,
bei der Beru. Freitag mussten die Fahrer, die einen der 400 begehrten Startplätze ergattert hatten, zur
Dokumentenabnahme und zur technischen Abnahme. Bei der Dokumentenabnahme wurde der Fahrzeugschein, der
Führerschein, und ob der Fahrer Startberechtigt war, überprüft. War alles Okay ging es mit dem
Motorrad zur technischen Abnahme, welche sich auf dem Beru Werksgelände befand. Dort wurden Bremsen,
Bremslicht, Speichen, Radlager und alle weiteren wichtigen Sachen des Wettkampfmotorrades überprüft.
War alles in Ordnung konnte es im Parc fermé abgestellt werden. Jetzt musste er nur noch auf die um 20.00 Uhr
stattfindende Fahrerbesrechung warten. Der Vereinsvorsitzender des MC Isolator, Thomas Sünkel,
erklärte in der Fahrerbesprechung die Regeln der Veranstaltung. Auch wurde der Hinweis gegeben, es solle
mit dem Gashahn sorgfältig umgegangen werden, da es sonst auf der 60 km langen Strecke zu Benzinmangel
führen könnte.
Sonnabend früh um 7.30 Uhr, es regnete, besser gesagt es schüttete,
wie auch schon die ganze Woche. Hatten die Vereinsmitglieder des MC Isolator nicht nur die schwierigste Strecke
aller Veranstaltungen abgesteckt, wurde diese auch noch durch den anhaltenden Regen verschärft. Um 8.00
Uhr wurden die ersten vier Fahrer auf die Strecke geschickt. Dazu holten sie ihre Motorräder eine viertle
Stunde vor ihrer Startzeit aus dem Parc fermé. Bis 9.48 wurden jede Minute die restlichen Fahrer in
Vierergruppen auf die Strecke geschickt. Auf der Strecke merkten die Fahrer schnell, dass es die 8.
East-Enduro-Challenge in sich hatte. Schon bei einer kleinen Auffahrt in Richtung Buch bildete sich ein Stau.
Eile war geboten, den 30 Minuten nach dem Start musste die erste Zeitkontrolle in Föritz erreicht sein
und die Sonderprüfung in Neuhaus-Schierschnitz war auch noch zu absolvieren. Deshalb konnten die Fahrer
in der ersten Runde die Servicestationen der Anwohner nicht nutzen, obwohl hier wirklich alles zu haben war,
vom Papiertuch, Wasser, Getränke, bis hin zum Kompressor und Kärcher. Nach der Zeitkontrolle 1 ging
es zur Durchgangskontrolle in Rottmar. Dachten die Fahrer, sie hätten schon eine schwere Strecke, wurden
sie eines besseren belehrt. In Rohof befanden sich zwei schwierige Schlammlöcher, die nur darauf warteten,
dass die Fahrer ihre Motorräder in ihnen versenkten, was einigen auch gelang. Nach überwindung des
ersten Schlammloches gab es eine kleine überraschung, denn die Agroprodukt hatte wieder in einem Maisfeld
ein riesiges Labyrinth geschnitten. Darin konnte richtig am Gashahn gedreht und die Maschine in Speedwaymanier
um die Kurven gejagt werden. Danach durften die Fahrer dem zweiten Schlammloch einen Besuch abstatten, einen
fast senkrechten Hügel bezwingen und über einen Feld heizen. Vorbeifahrende Autos wurden hier
angehalten, um sich nach Auftankmöglichkeiten zu erkunden, da das Benzin knapp wurde.
An der Zeitkontrolle 2 gab es Wasser zum Reinigung der Brillen und Getränke. Von dieser Kontrolle waren
es noch mal 25 Minuten bis zum Start/Zielbereich. Also keine lange Zeit, aber die Biene musste überquert
werden und mit dem dort abgesteckten Kurs rechnete keiner. Ein Fahrer fragte entsetzt, als er das riesige
Wasserloch sah: "Muss das denn auch noch sein?" Er entschloss sich dann doch seine Fahrt weiter
fortzusetzen. Trotz hervorkommender Sonne wurde die Renndistanz von vier auf drei Runden gekürzt. Somit
war der erste Fahrer schon gegen 14.00 Uhr im Ziel. Nicht jeder sah dieses. Die schwere Strecke und das
Wetter forderten ihren Tribut. 19.30 Uhr konnten endlich die Ergebnisse bekannt gegeben und die Siegerehrung
begingen. Gesamtsieger der 8. East-Enduro-Challenge ist Silvio Schölzel. Die Siegerehrung übernahmen
Hennrik Oberender und Bodo Gross, Bürgermeister der Gemeinden Neuhaus-Schierschnitz und Föritz,
die sich nicht hier sondern auch im Allgemeinen die Veranstaltung unterstützten. Nur durch eine solche
Unterstützung der Gemeinden, Ago, Agroprodukt, Beru, Kronacher Werkzeugbau, anliegenden Firmen, DRK,
Feuerwehren und den Anwohnern ist die East-Enduro-Challenge möglich. Nach der Siegerehrung konnten
die erschöpften, aber glücklichen Teilnehmer der East-Enduro-Challenge, zur Musik von "Peter
& Co.", den Tag ausklingen lassen oder auf der Tanzfläche abrocken. Was einige auch taten. Eine
kleine Überraschung hatte der MC Isolator Neuhaus-Schierschnitz noch für seine Gäste, die
vier Mädchen vom "Buttermilchdessert" beanspruchten für sich die ganze Tanzfläche
und heizten den Männer durch ihre sehr gute Show noch mal richtig ein. Somit fand die 8.
East-Enduro-Challenge, welche eine wirkliche Herausforderung war, einen guten Abschluss.

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