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East-Enduro-Challenge

Dieser Artikel erschien in der regionalen Zeitung Freies Wort unter der Rubrik Thüringensport.

MOTORSPORT, EAST-ENDURO-CHALLENGE
Thüringer trotz schlechterer Karten nach vorn gefahren



Auf anspruchsvollem Gelände mussten sich die Motorsportler beim East-Enduro-Challenge ihren Weg bahnen. - FOTO: Hans-Jürgen Fischer

VON HANS-JÜRGEN FISCHER

NEUHAUS-SCHIERSCHNITZ – Die Entscheidungen bei der 9. BERU East-Enduro-Challenge fielen weitgehend auf der Sonderprüfungsstrecke nahe dem Start- und Zielort Neuhaus-Schierschnitz. Auf dem anspruchsvollen Geläuf fixierte der international überaus erfahrene Sven Enderlein (Zwönitz) die schnellsten Zeiten und errang nicht unerwartet den Gesamtsieg. Lars Nonn (Dietzhausen) zeigte einmal mehr, dass er noch immer zu den leistungsstärksten deutschen Geländefahrern gehört. Der Südthüringer wurde in der Zweitaktkonkurrenz hinter seinem Markenkollegen Dirk Peter (Dittrichshütte) Dritter und Vierter in der Gesamtwertung.

Gegen Sven Enderlein, der auf der hubraumgrößeren und damit leistungsstärkeren Zweitakter aus dem Hause KTM am Start war, hatten Nonn und Peter keine Chance. Die beiden Thüringer, die derzeit in der DM um Spitzenplätze kämpfen, gaben zu bedenken, dass sie mit ihren Achtelliter-Enduromaschinen von vornherein nicht die besten Karten hatten. Trotzdem lobte Lars Nonn, der in den Vorjahren bereits zahlreiche Glanzlichter bei der Grenzlandtour setzen konnte, das Engagement des MC Isolator Neuhaus-Schierschnitz zur Ausrichtung einer den Traditionen dieser Sportart in Thüringen angemessenen Veranstaltung. "Das ist einmalig", sagte Nonn.

Dem MC Neuhaus-Schierschnitz war es gelungen, ein attraktives Fahrerfeld zu präsentieren. "Die Mischung zwischen Breiten- und Leistungssport hat gestimmt", erklärten Nonn und Peter übereinstimmend. ähnlich äußerte sich auch Stefano Matti aus Italien, der in der Zweitaktwertung auf Platz acht kam und versprach, im nächsten Jahr wiederzukommen. Besonders angetan war der Italiener von der Begeisterungsfähigkeit der vielen Zuschauer.

Aber nicht nur Nonn und Peter konnten aus Thüringer Sicht begeistern. Mario Stammberger (Veilsdorf) erzielte in der Zweitaktlizenzwertung den fünften Platz, Kai Sander aus Suhl wurde Neunter. Silvio Schöltzel (Kloster Veßra), im Vorjahr Gesamtsieger, erwies sich als Zeitschnellster der lizenzfreien Zweitaktklasse und wurde bester Hobby- und Freizeitendurist.

Einen starken Eindruck hinterließen mit Spitzenplätzen in der Viertaktklasse hinter Sieger Roy Ludwig (Greiz) und dem zweitplatzierten Thomas Lapawa (Brandenburg) Gunnar Junge (Meiningen) als Dritter, Michael Arndt (Wutha-Farnroda) mit Platz vier und Donald Vieweg (Suhl) mit dem fünften Rang. Ordentlich waren auch die gezeigten Leistungen der Thüringer in der lizenzfreien Viertaktkonkurrenz. Marco Sassin (Dienstedt), Norman Arnold (Viernau), Daniel Kästner (Suhl/Albrechts) und Stefan Weingarten (Römhild) belegten die Plätze drei bis sechs. Abgerundet wurde die Bilanz der Thüringer bei der East-Enduro-Challenge von Wilfried Ehrsam aus Heubisch. Der Rand-Sonneberger, der zu den Aktivposten des MC Isolator gehört, gewann die Seniorenwertung. Grund zur Freude hatte zudem das Duo Eulenstein/Thelen (Walldorf) mit dem Sieg in der Teamwertung.

Quelle: Freies Wort, den 28.08.2002

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