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East-Enduro-Challenge

Dieser Artikel erschien in der Zeitung Freies Wort, Lokalteil Sonneberg.

BERU EAST-ENDURO-CHALLENGE IM SONNEBERGER UNTERLAND ABGESAGT
Verantwortliche des MC Isolator: "Risiko ist einfach zu groß"

VON CATHRIN NICOLAI
Obwohl alles bestens vorbereitet war, musste Thomas Sünkel, Vorsitzender des MC Isolator Neuhaus-Schierschnitz, die für kommenden Samstag geplante BERU East-Enduro-Challenge schweren Herzens absagen.

NEUHAUS-SCHIERSCHNITZ – "Die lange Trockenheit und die damit verbundene Waldbrandgefahrstufe 4 sind für so eine Veranstaltung einfach zu gefährlich", begründet Sünkel. Schweren Herzens teilte er seinen Clubmitgliedern mit, dass die Enduroveranstaltung dieses Jahr nicht starten kann. "Kurz danach haben wir die Absage auf unserer Website offiziell bekannt gegeben", ergänzt Jörg Hoffmann, der im MC Isolator für die Presse- und öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. "Die 450 Teilnehmer wurden zu Beginn der Woche per Post darüber informiert, dass sie nicht nach Neuhaus-Schierschnitz anzureisen brauchen", bedauern beide.

In der Waldbrandstufe 4 dürfen – wie bekannt – die Wälder nicht betreten werden. Betroffen davon sind auch Gebiete in der Region Neuhaus-Schierschnitz. "Die Strecke der East-Enduro-Challenge führt zwar nicht durch Wälder, diese werden trotzdem teilweise tangiert", erklärt Hoffmann. Mit der jetzigen Streckenführung – eine 65 Kilometer lange Schleife durch Sonneberg – hätten jedoch die Auflagen, die mit dieser Gefahrenstufe verbunden sind, nicht erfüllt werden können. Einzige Möglichkeit wäre die änderung der Strecke gewesen. "Das war aber in der Kürze der Zeit nicht möglich", weiß Thomas Sünkel. Hinzu kommt, dass es bei einigen Streckenabschnitten keine Ausweichmöglichkeiten gibt. "Und über asphaltierte Straßen zu fahren, wäre nicht im Interesse einer Enduroveranstaltung», fährt er fort.

"Das Risiko, dass etwas passiert, ist einfach zu groß. Es herrscht ja nicht nur um die Waldgebiete eine hohe Brandgefahr, sondern auch auf den abgeernteten Feldern. Dazu kommt, dass in dem betroffenen Gebiet nicht nur die 450 Fahrer unterwegs sind, sondern auch noch viele begeisterte Zuschauer. Das Risiko eines Brandes ist dadurch zu hoch", fasst der Vereinsvorsitzende zusammen.

Die Enttäuschung darüber sitzt natürlich bei allen Beteiligten sehr tief, haben sie sich doch alle schon auf die BERU East-Enduro-Challenge gefreut. "So kurz vor dem Termin hatten wir alles schon geregelt", meint Jörg Hoffmann. Genehmigungen waren eingeholt, die Durchfahrt mit Grundstückseigentümern geklärt und Sicherheitskräfte sowie Helfer – insgesamt 380 Personen – eingeteilt. Fast alle Streckenabschnitte waren fertig. So hatte zum Beispiel die Agroprodukt in ihren Maisfeldern Labyrinthe geschnitten. Der Spezialendurotest in der Biene war komplett abgesteckt und mit zwei künstlichen Schlammlöchern versehen worden. Extra zur 10. Ausgabe der mittlerweile traditionsreichen Veranstaltung wurde ein Endurokalender mit Bildern von den letzten Rennen aufgelegt und Splitt hatte einen BERU East-Enduro-Challenge Song getextet. «Den wollten sie am Samstag vorstellen", weiß Jörg Hoffmann.

"Leider ist eine Verschiebung aus organisatorischen Gründen nicht möglich", bedauern Vereinsvorsitzender und Pressewart. Die Stimmung bei den Clubmitgliedern sei etwas niedergeschlagen, haben doch alle Urlaub und Freizeit für das Highlight geplant. Schade für die Zuschauer: Sie können keine Fahrer anfeuern, damit sie aus den Schlammlöchern kommen.

Quelle: Freies Wort, den 13.08.2003

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